Ein großes Stück Lebensqualität zurück bekommen

Als bei mir am 02.04.2014 Diabetes mellitus Diatonik ziert wurde dachte zuerst an einen nachträglichen Aprilscherz. Doch das konnte nicht sein. Ich befand mich im Krankenhaus.

Die Oberärztinnen sagte mir das meine Blutzuckerwerte so hoch sind das ich von nun an für den Rest meines Lebens Insulin spritzen muss und das es der zweit Höchste Blutzuckerwert sei den Sie seit sie da im Krankenhaus arbeitet gesehen hat.

Der nächste Gedanke war: Schei… jetzt ist das Leben vorbei. Ich war geschockt!

Ich saß auf dem Krankenhaus Bett und bekam meine 1. Insulin Injektion. Meiner Partnerin die im selben Krankenhaus in der Verwaltung arbeitet teilte ich die Diagnose sofort mit. In ihrer Mittagspause trafen wir uns und sprachen darüber.

 

Durch die Schwester (sie ist Typ 1 Diabeterin) einer ehemaligen Freundin hatte ich damals im Kopf: 7- 8 Malzeiten am Tag. Morgens um 6:00 Uhr aufstehen. Die erste Mahlzeit essen, Insulin spritzen und das auch an Son und Feiertagen. Kein ausschlafen, kein süßes mehr, keine Coca-Cola… und vieles mehr was das Leben im wahrsten Sinne süß macht.

 

Wie sehr hatte ich mich doch durch meine Unwissenheit über die Krankheit Diabetes geirrt!!!

 

Noch am selben Tag kam die Diabetes Assistentin zu mir und ich bekam die ersten Informationen. inklusiver verschiedener Broschüren zum Thema Diabetes mellitus.

Kurz danach stand für mich fest:

Ich will von Anfang an alles selbst machen was nötig ist.

Also Blutzucker messen, bestimmen wie viel Insulin ich spritzen muss und natürlich mir selbst die Insulinspritze geben. Das natürlich am Anfang immer unter Aufsicht vom Krankenhaus Personal.

So kam es das ich mir gleich am ersten Abend und unter Aufsicht der Stationsschwester mir die erste Inulin spritze selbst gab.

Ich weiß dass viele Menschen Angst vor Spritzen haben. Zum Glück war das für mich nie ein Thema das mir Sorgen bereitete.

 

Am 2. Tag meines Krankenhaus Aufenthalts kam die Ernährungsberaterin zu mir aufs Zimmer und ich erhielt weitere wichtige Informationen. Nun galt es für mich eine Endscheidung zu treffen!

 

In der Mittagspause meiner Partnerin sprach ich mit Ihr. Ich sagte Ihr: „Ich habe 2 Möglichkeiten!

1. Ich tue so als ob nichts ist und ignoriere die Diagnose Diabetes…oder aber

2. Ich setze mich vernünftig mit der Diagnose Diabetes aus einander und mache das Beste daraus.

Ich habe mich für 2.tes endschiede

Eine Endscheidung dir mir alle Lebensqualität zurück gab und wie ich jetzt weiß mir das Leben rettet.

 

In einem Artikel den lass stand sinngemäß: „Insulin hat mehr Menschenleben gerettetals Penizillin, ohne die Erfolge durch Penizillin mindern zu wollen.“

Bei 7,5 Millionen Diabetikern in Deutschland (einer davon bin Ich) kann ich sagen:

„Insulin ist zu meinem persönlichen Lebensretter geworden!!!“

 

Folgende Symptome hatte ich als bei mir Diabetes mellitus Diatonik ziert wurde:

  •  Abgeschlagenheit (Ständig fühlte ich mich schlapp)
  •  Extreme Kopfschmerzen (Ich lag einige Male vor Schmerzen schreiend auf dem Fussboden )
  •  Gewichtsabnahme (16Kg innerhalb von 2 Monaten)
  •  häufiges Wasserlassen
  •  Juckreiz (An den Füssen und an den Ohren)
  •  Leistungsschwäche (Leichte Tätigkeiten kamen mir extrem schwer vor)
  •  Lustlosigkeit ( Ich musste mich selbst das zu zwingen die nötigsten Arbeiten zu machen)
  •  Müdigkeit (Nach dem Aufstehen morgens gleich aufs Sofa gelegt)
  •  Muskelkrämpfe (Über Wochen Nächte lang Wadenkrämpfe)
  •  Sehstörungen (Ich dachte ich brauche eine neue Brille)
  •  vermehrter Durst (an manchen Tagen trank ich bis zu 20Lieter.Also fast 1L pro Stunde) 

Alle diese Symptome sind dank Insulin Vergangenheit

 

Bereits in der ersten Nacht meines Aufenthalts im Krankenhaus konnte ich ohne Kopfschmerzen und Muskelkrämpfen durchschlafen. Ich hatte wieder Lust raus an die frische Luft zu gehen! Was ich auch ausgiebig machte.

Mein Blutzucker wurde mittels Intensivierter Insulin Therapie eingestellt und damit stieg meine Lebensqualität wieder.

 

Ich spritze 2-mal am Tag ein Langzeit Insulin und zu den 3Hauptmalzeiten die mit meinen Arzt abgesprochen Menge an Kurzeit Insulin. Je nach Wert korrigiere ich wenn nötig an Hand meiner Korrektur-Tabelle. Wenn ich zwischen den Hauptmahlzeiten mal ein Eis esse brauche ich keine Blutzuckermessung machen. Das gibt mir die Freiheit die ich anfangs verloren glaubte. Ich endscheide auch heute noch frei über mein Leben. Jetzt mit Hilfe von Insulin.

 

Mit unsern Hunden gehe ich jeden Tag raus und einmal in der Woche sind wir mit den Hunden auf dem Tranig-Platz. Das ist für unsere Hunde und für mich gut.

Ein ganzer Tag im Zoo Hannover… Klasse! Für mich als Diabetiker kein Problem.

Ich kann und darf alles Essen wo rauf ich Appetit habe. Es kommt nur auf die Menge an!

Die Diabetes Assistentin aus dem Krankenhaus sagt dazu:

„Es ist nicht die Currywurst, oder das Stückchen Kuchen das man mal ist. Es ist das zu viel davon was uns nicht gut tut.“

 

Zwischendurch mal ein Eis oder Schokolade? Warum nicht! Das gibt es bei mir auch.

Nur ist es jetzt zu was besonderen geworden auf das ich mich freue und nicht einfach in den Mund geschaufelt wird.

 

Natürlich überlege ich ob ich zum Frühstück ein Rosinenbrötchen esse oder doch lieber Vollkornbrötchen von denen ich besser satt werde.

Ein Blick auf die Nährwerttabelle beim einkaufen auf die Jeweiligen Produkte ist zur Routine geworden und empfinde ich als nicht lästig. Im Gegenteil, auf diese Art und Weise lerne gerade gesunde Produckte immer mehr zu schätzen.

 

Da wir immer schon sehr viel selbst gekocht haben, gibt es da auch keine Probleme mit der Zubereitung der Mahlzeiten. Viele unserer Rezepte brauchten wir nur geringfügig zu ändern.

Auch findet man im Internet tausende leckere Rezepte die für Diabetiker.

 

Ab und zu mal zum Italiener oder Griechen essen gehen ist kein Problem. Wenn ich merke dass es keine anderen Gäste stört, messe und spritze ich mich am Tisch. Sonst gehe kurz auf die Toilette.

 

Mir ist es wichtig das ich mir vor dem Malzeiten Gedanken mache was und wie viel ich esse.

Ich möchte ja auch satt werden!

 

Natürlich könnte ich auch sagen: „Schei… was drauf …Ich kann’s ja mittels der endsprechenden Menge an Insulin ausgleichen. Doch das ist nicht mein Ding. Denn mittlerweile weiß ich mit meiner Krankheit um zu gehen und weiß worauf es ankommt.

 

Es ist für jeden Diabetiker eine Gradwanderung zwischen Unterzuckerung und Überzuckerung die jeden Tag gemeistert werden will.

 

Gleich von Anfang an, holte ich mir jede Hilfe die ich bekommen konnte. Von Ärzten und Schwestern im Krankenhaus. Von meiner Krankenkasse. Aus den Internet. Von meinem Hausarzt. Ich schrieb Firmen aus der Lebensmittelbrange an.

 

Kleiner Tipp:

Vom UMSCHAU Verlag gibt es das Buch „KALORIEN mundgerecht“ und die kleine Ausgabe „KALORIEN mundgerecht FÜR UNTERWEGS.“

Da stehen Angaben über sehr viele Lebensmittel von zb. Kohlenhydrate oder Fett drin.

Beide Bücher sind mir eine wertvolle Hilfe auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

 

Sehr glücklich bin ich eine Partnerin an meiner Seite zu haben, die sich mit mir und der Krankheit Diabetes sinnvoll auseinander setzt.

 

An dieser Stelle möchte ich auch hier auf unserer Homepage danke sagen an allen die mir halfen und helfen.

Danke an alle Ärzte, Schwestern, Pflegekräfte und die an meiner Behandlung beteiligt waren im:

St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter 38259 Salzgitter-Bad

Ich hatte immer das Gefühl mit meiner Krankheit nicht allein da zu stehen. Alle waren freundlich und halfen mir.

So wie an Pater Finke im St. Elisabeth-Krankenhaus. Den ich Schätze und achte und mit dem ich mich immer wieder sehr gern unterhalte.

Danke an meinen Hausarzt: Dr.med. Rainer Fischer 38259 Salzgitter-Bad

der sich immer Zeit nimmt und mit mir alle Abpackte meiner Krankheit bespricht.

An dieser Stelle will ich meinen Apotheker Joachim Sievers nicht unerwähnt lassen.Er und sein Team stehen mir immer beratend bei. Danke am das ganze Team der: Sievers´sche Apotheke 38259 Salzgitter - Bad

 

Jetzt Mitte September 2014, also ein halbes Jahr nach der Diagnose Diabetes habe ich mich an vieles langsam ran getastet und Sicherheit im Umgang mit meiner Krankheit bekommen.

Dazu gehört regelmäßige Blutzuckerkontrolle und die Eintragung ins Diabetiker-Tagebuch.

Regelmäßige Kontrolle durch Hausarzt, Augenarzt usw.

 

Mein letzter Blutzuckerlangzeit Wert war 6,1 mmol/l = 110 mg%

Klar hatte ich auch mal Ausreißer in den Werten. Mittlerweile erschrickt mich das nicht mehr.

Ich suche dann nach der Ursache und häufig sind es dann kleine Dinge mit großer Wirkung!

Wie zwischen dem Hände waschen und dem Blutzucker Test noch mal das Marmeladenglas an zu fassen.

So hatte ich mal 224 mg% nach noch maligen Händewaschen war das nur noch 119 mg% Uff…

 

Außerdem versuche ich mich immer auf den laufenden zu halten was es neues zu Diabetes mellitus gibt.

Natürlich kam auch mal der Gedanke: Öhhh jetzt noch Blutzucker messen… lieber gleich zu Bett gehen. Das war aber nur ein sehr, sehr kurzer Gedanke. Ich weiß ja was ich aufgebe wenn ich nicht Teste und danach handle.

Ein großes Stück Lebensqualität 

 

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Uwe Peter Hampe

 

 

Ein großes Stück Lebensqualität zurück bekommen