Ich danke Gott der er mir solche Großeltern gab.

Nach einem Aufruf im Chat zum Thema Misshandelte Kinder schrieb ich mein Erlebnis. Das ist nun meine Geschichte und der folgende Chatverlauf mit (Mani: Name geändert)

Es war Anfang der 60.er Jahre.
Damals war ich 3 Jahre alt.
Ich war mal wieder nachts allein zu Haus im Zimmer eingeschlossen.
Der einzige Weg raus war übers Erkerfenster aufs Dach. Auf die Toilette kam ich nicht.
Wenn mal musste habe ich in eine leere Flasche Apfelsaft gemacht.
Heute noch habe ich eine Abneigung gegen Apfelsaft in Flaschen.
Ich weiß nicht mehr genau wann es war. Jeden falls kam eines Tages meine Mutter und sagte:
"Dein Vater kommt heute und ihr fahrt weg."

Was sie nicht sagte war das ich nicht wieder nach ihr zurück komme.
Wir ( Mein Vater und meine Stiefmutter ) saßen im Hildesheimer Bahnhofsrestaurant
Es gab Lebkuchenbrezeln und ich fragte ob ich noch eine haben dürfte. Die ich auch bekam.
Von Hildesheim ging es mit dem Zug nach Blekensted auf einen Bauernhof.
Da waren noch 2 Kinder. Es hieß das seien meine Geschwister. ( Stiefgeschwister )

KEINER meiner anderen Verwandten wusste dass mich meine Mutter zu meinen Vater gegeben hat.
Etliche Jahre später erfuhr ich was sich in zwischen in Hildesheim abspielte.
Meine Großeltern wollten mich zum Geburtstag besuchen und ich war nicht mehr bei meiner
Mutter. Erst nach dem meine Großmutter meiner Mutter mit der Polizei drohte erfuhren sie wo ich war.
Ich war ja nun bei meinem Vater.
Irgendwann schlief ich nicht mehr bei meinen Stiefgeschwistern im Zimmer, sondern
in einer Kammer auf dem Dachboden.
Um auf die Toilette zu kommen musste ich etliche Treppen in einen überdachten Vorhof auf ein Plumpsklo.
Das allein ist für ein Kind von 3 Jahren eine Zumutung.

Jetzt da ich dieses schreibe kommen immer mehr Details hoch.
Inzwischen hatten meine Großeltern mich besucht.
Von den Geschenken die sie mir mit brachten sah ich nach dem sie weg
waren nichts mehr.
Mit dem wegsperren in die Dachkammer war es bald nicht mehr getan.
In der Küche bei meinem Vater lag immer eine Hundepeitsche bereit.
Die bekam ich immer wieder zu spüren.

Anmerkung:
An einzelne schlagertacken meines Vaters oder meiner Stiefmutter erinnere
ich mich nicht mehr so genau.
Als ich vor Jahren über mein Erlebnis mit einen Freund sprach der Seelsorgerisch tätig ist sagte dieser das, das nicht außergewöhnlich sei.
Es wäre eine schutzfuntion meiner Seele.
Und wenn diese Sperre mal brechen sollte, bräuchte ich schnellstens
fachliche Hilfe


Meine Großeltern setzten alles daran das ich zu ihnen kam.
Was auch geschah.
Ich wuchs bei ihnen auf. Schule Konfirmation, Lehre
Meine Mutter heiratet wieder und ich bekam noch 6 Geschwister.
Ich blieb aber bei meinen Großeltern. Und das war gut so.
Ihnen verdanke ich sehr viel.
Ob wohl ich immer wieder versuchte zu meiner Mutter ein innerlichen Kontakt
auf zu bauen gelang es mir nicht.
Zum 25. Hochzeits-Tag wollte ich Ihnen eine Reise zum Hamburger Hafengeburtstag schenken.
Als Antwort bekam ich: " Gib uns das Geld das ist besser.
ich machte es nicht, sondern kaufte eine billige Wanduhr und
machte selbst eine Reise davon.
Denn das hatte ich inzwischen begriffen:
Als Geldgeber war ich gut genug.
Genau davor hatte mich meine Großmutter gewarnt. Sie kannte ihre Tochter


Auch habe ich zu meinen Vater und meiner Stiefmutter den Kontakt gesucht.
Doch das ist ein anderes Thema.
Als ich 35 Jahre alt war sagte meine Mutter: " Du warst nur ein Mittel zum Zweck.
Ich wollt von zuhause weg "
Ich fühlte mich so mies wie noch nie in meinen Leben.
Ich hasse weder meinen Vater noch meine Mutter
Schlimmer:
Sie sind mir gleichgültig

Seit Jahren habe ich jeden Kontakt zu meiner Familie abgebrochen.
Und ich fühle sehr wohl dabei.
Ich werde immer wieder gefragt warum ich keine Kinder habe.
Darauf sage ich: " Ich wurde als Kind misshandelt, als Erwachsener Mann von meiner Mutter gedemütigt.
Das sollte KEINEM KIND geschehen.


Ich wollte keine Kinder solang ich nicht in einer gefestigten Beziehung bin.
Ich hätte sehr gern Kinder gehabt.
Mir ist Kindergeschrei 1000x lieber, als der Spinner der mit kwischenden
Reifen durch die Gegend brettert.
Ich habe vieles in meinem Leben erlebt, schönes und schlechtes.
Das schönste war:
Als mich mein Großvater von meinen Vater abholte.
zu meiner Großmutter habe ich bis zu ihrem Tode Mutti gesagt.
Meine Großeltern gaben mir Ihre Liebe.
Wenn es auch für den einen oder anderen kitschig kling.

" Ich danke Gott der er mir solche Großeltern gab. "

Mani:

Da haste ja eine bewegte Zeit durchgemacht, lass dich trösten es gibt noch viel mehr von dir. Gruß Mani

 

Grüß dich Mani
Mir scheint Du bist auch davon betroffen.
Ich kann mich täuschen, mir kommt es vor das Du sehr verbittert deswegen bist.
Was mich nicht wundert.
Gruß Uwe

 

Mani:

Nicht so wie du es erlebt hast aber es kommt den schon nahe. Gruß Mani

 

Uwe:

Mani magst Du mir mehr davon erzählen/ schreiben
Wenn Du willst auch über mein Postfach auf meiner Seite.
Gern kannst Du mir auch Fragen stellen
Uwe

 

Mani:

Im Moment ist mir nicht danach, darüber zu reden. Also ich kann dir so viel sagen das ich nicht missbraucht wurde. Aber das bist du ja auch nicht. Gruß Mani

 

Uwe:

Nein missbraucht wurde ich nicht.
Die Körplichen schmerzen vergingen.
Doch im Herzen tat es sehr lange weh
Uwe

 

Mani:

Das wird auch nicht aufhören, da brauchst du nicht drauf zu warten. Sorry aber so ist das nun mal, und das weißt du auch. Gruß Mani

 

Uwe:

Mani weißt du ich bin an einen Punkt da ist die Erinnerung an dem Schmerz in der Seele Vergangenheit.
Er war da, ja das ist richtig. Ich will auch nicht behaupten er käme nie wieder, denn das wäre eine Lüge.
Ich habe vor 8 Jahren einen Weg gefunden Diesen tiefen Schmerz zu über winden.

 

Mani:

Und was hast du gemacht, ich meine welchen Weg bist du gegangen? Gruß Mani

 

Uwe:

im Sommer 2001 hatten Freunde und Verwandte mich mal wieder
enttäuscht und ich wollte nur noch weg.

Dem ganzen Mist aus dem Weg gehen. Ich wollte Ruhe und Frieden haben.
Also rief bei Freunden an und fragte ob ich zu ihnen runter kommen
dürfte.
Ich sagte ihnen gleich dass ich ein wenig Ruhe brauche.
Sie sagten Ja ich könne kommen.
Meine Freunde sind bekenne Christen, Spinner in meinen Augen.
Liebenswert aber Spinner.
Als ich ankam fragten sie mich was ich abends machen wolle da sie selbst zu einer Hausgemeide wollten und wussten dass ich niemals mitfahren würde.
Doch ich sagte Ich komme mit. Mit zu diesen lieben Spinnern.

Ich habe etwas erfahren was mein Leben mit einen Schlag änderte
Wie gesagt: " Ich suchte Ruhe und Frieden, gefunden habe Jesus Christus."
daraus wurde ein Weg der die Schmerzen in meiner Seele linderte und nahm.
Von Menschen wurde und werde ich immer wieder endtäuscht.
Von Jesus NIE

Das ist Mein Weg. Ich will dich nicht bekehren denn das kann ICH NICHT.
Es gibt mit Sicherheit auch für Dich einen Weg aus der Qwahl.
Höre bitte nicht auf zu schreien.
Wenn Du möchtest gebe ich Dir Mein Tel.Nr.
Schreib einfach nur Ja,
dann schicke ich sie Dir
Uwe.